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Wein aus Santorin (Teil 2) | Idyllische Weingüter

Wein aus Santorin, speziell der fabelhafte Assyrtiko war in Teil 1 schon Thema. Nochmal die Fakten: 13 Weingüter gibt es aktuell auf der Insel, alle sind zu besuchen, überall sind Verkostungen möglich und das zu moderaten Preisen. Im Verkauf kosten die Weine 8 bis 12 Euro (trockene Weiße und die einfache Roten), 15-20 Euro (wenn Barrique im Spiel war) und der Vinsanto ab 20 Euro. Der Überblick über die besuchten Weingüter:

Boutari

Boutari

Boutari. Eines der ältesten und größten Weinbetriebe in Hellas mit Aktivitäten in sechs Regionen Griechenlands. Boutari hat auf Santorin einen futuristischen, laut Eigenwerbung „architektonisch revolutionären“, Keller gebaut, in idyllischer Lage versteht sich. Knapp 400 000 Flaschen werden auf Santorin erzeugt, Export in alle Welt.  Vor Ort läuft es  professionell, sehr fachkundiges und engagiertes Personal. Für einen Obolus kann man die acht Santorin-Weine von Boutari probieren oder acht Weine aus allen Boutari-Gütern in Griechenland. Oder beides.
Favoriten: Santorini  (100% Assyrtico); Moschofilero vom Pelopones, das Festland-Gegenstück zum Assyrtico, 100% der autochthonen Sorte Moschofilero; Skalani, toller  Rotwein aus Kreta von den Sorten Kotsifali und Syrah; Vinsanto, rund, gefällig, vielleicht zu gefällig. (www.boutari.gr)

Gavalas

Gavalas

Gavalas. Weingut in der vierten Generation, über 100 Jahre alt, liegt mitten im pittoresken Ort Megalochori, schönes Ambiente. Auch die Weine sind gut, Besichtigung und Tasting kein Problem. Freundliches, kundiges Personal, gern  zeigt der Juniorchef persönlich den Betrieb und erklärt die Weine.
Favoriten: Der frische Sommerwein Katsano (Cuvee aus Assyrtiko + Gaidouria); der Klassiker Santorini (95% Assyrtiko + 5% Aidani), schön mineralisch, mutig in der blauen Flasche; Vinsanto 2006, sechs Jahre im Fass, hervorragend.
(www.gavalaswines.gr)

 

Gaia

Gaia

Gaia. Fantastisches Ambiente, direkt am Meer gelegen. Die Winery steht auf dem Gelände einer alten Tomatenfabrik. Wo jetzt verkostet wird, war  bis 1999 ein Nachtclub, mit Pool etc. Gaia (neben Santorin gibt es noch ein Gut in Nemea) kauft die Trauben von 22 Weinbauern, die Kellertechnik ist hochmodern, der Chef kreativ und experimentierfreudig, u.a. mit Ausbau in Amphoren. Engagierte Führung, unbedingt besuchen!
Favoriten: Der wunderbar mineralische Thalassitis (100% Assyrtiko); der Gaia Estate 2008 vom Gut Nemea, toller Rotwein, der noch ein langes Leben hat!; der zwischen Süße und Säure schön balancierte Vinsanto 2002, von dem nur 2000 Flaschen abgefüllt wurden.
(www.gaia-wines.gr)

Hatzidakis

Hatzidakis

Hatzidakis. 1996 gegründet, stellt auf biologischen Weinbau um, 70 000 bis 80 000 Flaschen Jahresproduktion, kleiner Teil geht in den Export. Klassischer Familienbetrieb, Haridimos (aus Kreta) und Konstantina (aus Santorin) Hatzidakis haben früher beide für Boutari gearbeitet, 1997 geheiratet und mittlerweile 3 Kinder. Die älteste Tochter (15) gestaltete das Etikett eines der Weine. Der Besuch des Gewölbekellers, direkt in den Hang gebaut, ist ein kleines Abenteuer – noch, denn ein Neubau läuft und bald ist Umzug. Wer es in den Keller geschafft hat, bereut es nicht. Die Weine  haben durchgängig hohes Niveau, sind charakterstark und authentisch. Sehr fachkundiges Personal!
Favoriten: Santorini Assyrtico, gibt es biologisch (15 €) und konventionell ausgebaut (10 €), beide schmecken sehr gut und durchaus auch unterschiedlich!; Assyrtico de Milos, Lagenwein von über 50 Jahre alten Reben, große Klasse; Mavrotragano, einer der wenigen überzeugenden Rotweine von der Insel, ganz spezieller Charakter; Vinsanto 2003, war 9 Jahre im Fass, nach Karamell, Toffee; Voudomto 2007, ein roter Vinsanto, dunkelbraun, wie stark gezuckerter Kaffee, interessant.
(www.hatzidakiswines.gr)

Roussos

Roussos

Roussos. Tradition geht in der Canavas Roussos über alles, gegründet 1836. Die historische Kellerei ist jetzt Weinprobierstube, im idyllischen, schattigen Garten sitzt und probiert man sehr schön. Ein echter Hort der Entspannung. Man kann die alten Räumlichkeiten sowie den effektvoll in Szene gesetzten historischen Keller besichtigen, professionelles Tasting.
Favoriten: Nykteri (weißes Cuvée), im Holzfass ausgebaut, leichter Harzton, elegant, ganz eigener Stil; Rivari, ein fast schon brauner Rosé aus dem Holz, durchaus sehr eigenwillig aber auch sehr interessant, erinnert an einen Dry Port.
(www.canavaroussos.gr)

Santo

Santo

Santo. Die Genossenschaft, Großerzeuger, „Dach“ für 850 Weinbauern, die 600 Hektar Fläche bewirtschaften, also die Hälfte der Rebfläche auf der Insel. Spektakuläre Lage: Große Verkostungs- bzw. Restaurantterrasse  mit spektakulärem Meerblick, tolles Panorama. Viele Touristenbusse, kein Wunder bei dieser großartigen Aussicht … Kellerei hochmodern, die Weine solide, nicht mehr. Sehr schöner Shop mit vielen Spezialitäten der Insel.
Favoriten: Assyrtico, mag vielleicht nicht der beste von der Insel sein, macht aber mit Meerblick immer Spaß; Vedema Rosé, trockener Rosé, gut gekühlt nett trinkbar.
(www.sontowines.gr)

Sigalas

Sigalas

Sigalas. Gründer und Boss Paris Sigalas zählt zu den bekanntesten Weinmachern Griechenlands, gilt als kreativer, innovativer Kopf. 1991 gegründet, die Weinberge umfassen 19 Hektar Rebfläche (davon 13 im Eigentum), jährlich werden rund 300 000 Flaschen produziert, Export in alle Welt. Das Gut liegt idyllisch inmitten der Rebflächen. Verkostung vor Ort kein Problem, allerdings war im konkreten Fall das junge Personal überfordert. Für ein paar Euro sind alle Weine zu probieren, die wurden jedoch in Test-Gläsern zur gleichen Zeit gebracht, bei knapp 30 Grad Außentemperatur war beim letzten Weißwein nichts mehr da. Schade.
Favoriten: Der Santorini (100% Assyrtico), toller Wein mit lebendiger Säure und schöner Frische, gehört mit Sicherheit zu den besten Assyrtiko der Insel; Santorini Barrel (100% Assyrtico), lag im Barrique und das schmeckt man; Vinsanto Santorini 2004, wenig Säure, nussig, fast wie Werthers Echte
(www.sigalas-wine.gr)

 

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