Weingut-Besuch: Rudolf May
Rudolf May zählt zu den besten Silvaner-Winzern Deutschlands. Doch ein Besuch in Retzstadt zeigt: Auch seine Burgunder haben überraschend viel zu bieten.
Rudolf May zählt zu den besten Silvaner-Winzern Deutschlands. Doch ein Besuch in Retzstadt zeigt: Auch seine Burgunder haben überraschend viel zu bieten.
Blick nach Osteuropa: Während der Weinbau in Deutschland vielerorts unter Druck steht, spürt man in Ungarn, Tschechien und Polen Aufbruchstimmung. Junge Winzer experimentieren, probieren aus, gehen Risiken ein. Nicht alles gelingt – aber vieles überrascht positiv.
Bio- und Naturweine sind stark im Trend, Piwi-Sorten ebenfalls. Gleichzeitig werden klassische Rebsorten gepflegt. Auffällig sind neben dem Mut zu teils sehr eigenwilligen Etiketten vor allem die Preise.
Mitten im Rheingau, wo normalerweise Riesling dominiert, setzt ein Weingut konsequent auf Chardonnay und Pinot Noir. Chat Sauvage verbindet burgundische Tradition mit Rheingauer Identität – ein Betrieb, der bewusst seinen eigenen Weg geht. Und alles begann mit einem Hamburger Bauunternehmer. Es gibt also viele Gründe für einen Weingut-Besuch bei Chat Sauvage.
Adams Wein in Ingelheim: Spätburgunder und Chardonnay auf Spitzenniveau. Simone Adams zeigt, dass Rheinhessen mehr kann als Riesling – Burgunder pur, biodynamisch, elegant.
Die Dachmarke macht es unmissverständlich klar: Franken – Silvanerheimat. Nirgendwo sonst wird Silvaner auf einem derart hohen Niveau vinifiziert . Aber wer sich nur auf den Silvaner konzentriert, verpasst viel. Sehr viel. Denn Franken bietet viel mehr als nur Silvaner.
Die Burgunder kommen: Dieser Eindruck hat sich auf einer Tour durch einige deutsche Anbaugebiete mehr und mehr verfestigt. Gemeint sind die Burgunder-Rebsorten, die im deutschen Weinbau unaufhaltsam auf dem Vormarsch sind: in Quantität wie in Qualität.
Zwei der profiliertesten deutschen Weingüter, ein Winzerpaar mit Vision, biodynamischer Anbau, spektakuläre Lagen – und nun ein Jahrgang, der zeigt, wie präzise, frisch und vielschichtig Rheinhessen schmecken kann. Die Weine des 2024er Jahrgangs von Kühling-Gillot und Battenfeld Spanier beweisen: Anspruch, Erfahrung und Gefühl für Terroir bringen großartige Weine hervor. Eine Jahrgangspräsentation, die weit mehr war als bloß eine Verkostung.
Geheimtipps im Osten: Wir verkosteten 22 Weine von kleinen Betrieben, Nebenerwerbs- und Hobby-Winzern. Weiß, Rosé, Rot, Barrique, Naturwein – alles war dabei, vernehmlich von klassischen Rebsorten. Viel Experimentierfreude! Um es vorweg zu sagen: Nicht alle Weine haben überzeugt, von einigen mochte man auch nicht einen dritten schluck. Aber es waren echte Entdeckungen dabei, und einige Weine waren verdammt gut.
Interview mit Sandra Polomski. Die ehemalige Weinkönigin von Saale-Unstrut und Deutsche Weinprinzessin bewirtschaftet im Freyburger Edelacker einen knappen Hektar Rebfläche und betreibt seit 2019 das Weinhaus Polomski.
War mal wieder in Kanada unterwegs, konkret am Atlantik in Nova Scotia. Die Tour mit den Weinen vom Atlantik habe ich vor zwölf Jahren schon mal gemacht. Jetzt kann ich über die Entwicklung des Weinbaus in der Atlantik-Provinz nur staunen. Gab es damals 12 Weingüter, hat sich mittlerweile die Zahl verdoppelt. Und die Rebfläche verdreifacht.