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Wein-Test: Klaus Lentsch 

Das ist doch typisch: „Den Wein haben wir im Urlaub entdeckt. Klasse, musst du probieren!“ Erst kürzlich wieder passiert, als ein Freund aus Südtirol zurückkehrte und einen 2019er Gewürztraminer von Klaus Lentsch mitbrachte. Der war tatsächlich richtig gut. Kannte trotz einiger Südtirol-Erfahrung Klaus Lentsch aber noch nicht. Der Gewürztraminer hat Appetit auf mehr gemacht. Also ein bisschen im Netz gestöbert und schließlich auf dem Portal Senti Vini fündig geworden. Weine geordert, ein paar Freund eingeladen – los geht’s mit dem Weingut-Test. 

Zuerst die Klassiker

Start mit dem 2019er Sauvignon Amperg. Geht gut los, ein typischer Sauvignon. Die Stichworte grüner Apfel, Holunder, Ananas fallen. Angenehm die leichte Bitternote im Finale, erinnert an Grapefruit-Schale. Schön knackig, mit markanter Säure. Ein würdiger Vertreter.
Beim folgenden 2019er Weißburgunder Amperg herrscht gewisse Ratlosigkeit. Schwierig im ersten Moment, mild, schwer zu fassen. Falsche Reihenfolge? Wenig Frucht, vielleicht Apfel. Spontan fällt Kamille als Stichwort, trifft es gar so nicht schlecht.
Als letzter der drei weißen Südtirol-Klassiker schließlich der 2019er Gewürztraminer Amperg, der uns ja auf die Klaus-Lentsch-Spur gebracht hat. Auch die zweite Flasche erfüllt alle (hohen) Erwartungen. Notiert sind: „Würzig, fast geschmeidig, keine aufdringliche Süße. Litschi! Angenehme Frische. Frische Aprikose, Tannenhonig.“ Fein!

Dann die Überraschung

Geordert ist auch ein Goldmuskateller, weil schon eine Rarität. Der Goldmuskateller ist eine autochthone Sorte, wird in Italien auf nur rund 300 Hektar angebaut.  Der 2019er Goldmuskateller Amperg ist so charmant wie charaktervoll. Schöne gelbe Farbe, wir entdecken natürlich Muskat und vor allem Aprikose, Rosenblätter in Nase und Geschmack. Auf keinen Fall süß, trocken der eleganten Art. Alle sind begeistert.

Lagrein-Finale

Keine Südtirol-Verkostung ohne Lagrein. Bin ein großer Fan dieser klassischen autochthonen Südtiroler Sorte. Die Latte liegt nach vielen tollen Erfahrungen (Andreas Berger, Franz Haas, Kellerei Terlan, Rottensteiner, Niedermayr und natürlich Muri Gries) hoch. Die 2017er Lagrein Riserva Amperg enttäuscht nicht: Schöne kirschrote Farbe, feine Nase nach Leder und Kakao. Im Geschmack viel Würze, Frucht und  Power, auch die typische Pfeffernote fehlt nicht. Klasse-Lagrein!

Das Weingut Klaus Lentsch

Schnell noch eine Recherche zum Weingut. Auf der Homepage springt dieser Satz ins Auge: „Beginne den Tag mit einem Lächeln und beende Ihn mit einem Glas Wein von Klaus Lentsch.“ Gute Idee. Weiter ist zu erfahren, dass Klaus Lentsch Spross einer alteingesessenen Südtiroler Winzerfamilie ist. 2008 hat er das Weingut in Atzwang  gegründet. Es begann mit drei Weinen im Sortiment, nach und nach wurden Rebflächen hinzugekauft und das Sortiment erweitert. 2013 hat Klaus Lentsch in den Weingärten von St. Pauls sein dauerhaftes Domizil gefunden.
Es wird Zeit für einen Besuch!  

 

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