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Feuer im Weinberg

Feuer im Weinberg – schaurig-schöne Bilder. Wie dieses Foto (Foto: Weingut Schloss Wackerbarth) vom 26. April 2021 von einer  Junganlage in Weinböhla in Sachsen. Doch was auf den Bildern  so schön oder spektakulär aussieht, ist für die Winzer und Winzerinnen manchmal die letzte Möglichkeit, eine Katastrophe zu vermeiden. Denn mit dem Feuer sollen die Reben vor Frostschäden geschützt werden. Spätfröste gehören neben Hagel zu den größten „Feinden“ der Winzer. Sie können riesige Einbußen verursachen. 

Frostschutzkerzen in Sachsen

In dieser Woche sanken an einigen Rebanlagen in Sachsen die Temperaturen in der Nacht auf minus drei Grad.  Die Winzer vom Staatsweingut Wackerbarth entzündeten deshalb Frostschutzkerzen. Die sorgen dafür, dass die Temperatur in Bodennähe im Weinberg um drei, vier Grad steigt. Weil die Knospen kurz vor dem dem Austrieb stehen, sind die Reben derzeit besonders anfällig für Frost. Feuer wurden auf acht frostanfälligen Rebflächen von Wackerbarth auf einer Fläche von rund 25 Hektar entzündet.  Mit etwa zehn Euro pro Topf ist das freilich kein preiswertes Verfahren.
Im vergangenen Jahr sorgten Spätfröste, vor allem während der Eisheiligen im Mai, bei vielen Winzern in Sachsen für beträchtliche Verluste. Dank der Weinbergsfeuer konnte auf manchen Flächen ein Totalausfall verhindert werden.

Schwere Schäden in Frankreich

Schwer getroffen hat es Frankreich. Französischen Winzern  drohen wegen der Frostnächte Anfang April  milliardenschwere Einbußen. Nach ersten Informationen aus den Weinregionen sei rund ein Drittel der Weinproduktion verloren. Die Branche rechnet mit mindestens zwei Milliarden Euro weniger Umsatz. Anfang April gab es in vielen französischen Regionen Minusgrade. Viele Winzer entfachten in ihren Weinlagen Feuer. Das hat wohl noch größere Schäden verhindert.
Schlimm hat es die Loire getroffen. In den Nächten vom 6. bis 8. April wurden in den Weinbergen Temperaturen bis – 7 Grad Celsius gemessen. Dort haben die Feuer im Weinberg vielerorts jedoch nicht ausgereicht, um massive Frostschäden zu vermeiden. In Bordeaux seien nach ersten Schätzungen zwischen 30 und 50 Prozent der Weinberge von Frostschäden betroffen.

Rebflächen an der Loire.                                                                                             Foto: info-tours.fr

 

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