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Promi-Wein: III Freunde

„III Freunde“ im Glas – wieder so ein Promi-Wein. Promi-Weine – das ist ein langes Kapitel.  Francis Coppola (Francis Ford Coppola Winery, Kalifornien) hat es getan, Gerard Depardieu (Château de Tigné in Anjou), Sting (Tenuta il Palagio in der Toskana), natürlich Franz Beckenbauer (Lammershoek in Südafrika), diverse Rockbands wie Motörhead und so weiter und so weiter –  alle wurden Winzer. Donald Trump  besitzt ein Weingut – Weingut Trump in Virginia, Sohn Eric führt es. Auch Günther Jauch winzert, doch der deutsche TV-Star ist eine Ausnahme, er hat das Weingut von Othegraven an der Saar geerbt und ist hoch engagiert.

Zwei Stars und eine Winzerin

Nun kommt „III Freunde“ um die Ecke, das Projekt von Schauspieler Matthias Schweighöfer, TV-Moderator Joko Winterscheidt (angeblich sind beide dicke Tinte) und Juliane Eller. Klar, die  junge Winzerin aus Rheinhessen sorgt fürs Know-how. Die Story, die noch zu jedem Promi-Wein gehört, ist echte Poesie und lässt schmunzeln. Aus dem Exposé: „Die Geschichte der III Freunde beginnt in einem dieser Glücksmomente, bei einer Flache Grauburgunder. Es folgen eine leidenschaftliche Entwicklungsphase, lange Tage und Nächte, ein herausforderndes Weinjahr mit vielen Höhen und Tiefen und schließlich das Resultat: der 2016 Grauburgunder trocken.“ Ja, „III Freunde“ ist ein Grauburgunder, was auf dem Etikett allerdings etwas versteckt wird.

Schmecken muss er

Lediglich ein prominenter Name reicht noch nicht, um auf dem Weinbeobachter-Blog erwähnt und im besten Fall gewürdigt  zu werden. Vor allem schmecken muss der Wein. Und ja, das tut der Grauburgunder von den Freunden.  Er hat eine schöne Nase,  schöne Frische, schöne Würze, schöne Balance, schöner Wein also. Wir haben beim Probieren noch Eisdrops und Williamsbirne erkannt, der Fantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt.

Glamour tut gut

Noch aus einem anderen Grund ist so ein Promi-Wein eine gute Sache. „Der deutsche Wein braucht insgesamt mehr Glamour“, schreibt ein Blogger zum Thema. Das ist nicht falsch. Und mit bekannten Namen – Zugpferde? – lassen sich vielleicht auch ein paar Leute für anständigen Wein begeistern, die sonst im Supermarkt am Weinregal irrlichtern. Und dann doch nur  einen Wein für 2,99 Euro finden. Die „III Freunde“ rufen für ihren Wein knapp 10 Euro auf.

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