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Wein-Gespräch: Albert Darboven

Albert „Addi“ Darboven, geboren 1936, ist geschäftsführender Inhaber  des Kaffeehandelshauses J.J. Darboven – und ein bekennender Weinfreund. Ein Treffen bei einem Reitsportturnier in Leipzig bot eine gute Gelegenheit, mit dem Kaffee-König über Wein zu plaudern.

Was haben Kaffee und Wein gemeinsam?

Es ist purer Genuss! Dabei ist Wein wahrscheinlich eine noch ältere Kultur als Kaffee. Aber er ist genau so ein köstliches Produkt wie Kaffee. Nur – zu viel Wein könnte teilweise ihre Identität ein bisschen verändern. Aber wenn sie einen Eimer voll Kaffee trinken, passiert gar nichts. Sie müssen dann vielleicht mal öfter auf die Toilette. 

Sie testen fast täglich Kaffee. Läuft das genauso wie beim Wein? 

Im Prinzip ja. Ich teste tatsächlich jeden Tag Kaffee, bringe ihn im Gaumen mit Sauerstoff in Verbindung. Also genauso, wie auch beim Wein. 

Was entkorken Sie am Abend? 

Gerne mal einen Rotwein, aber der muss auf alle Fälle trocken sein. Aber auch die Weißen mag ich gern. Und gerne trinke ich auch Champagner. Und was heißt Abend? Manchmal probiere ich auch schon mittags, ab 12 Uhr ist es ja erlaubt. Oder?

Was wird an einem besonderen Anlass getrunken? 

Ein Dom Perignon kann es da schon sein.

Die Branche diskutiert darüber, was besser ist: Schraub-, Glas- oder Kork-Verschluss. Was ist Ihre Meinung?

Da bin ich ganz und gar Traditionalist: Kork! 

Gibt es einen Wein, den Sie nie vergessen werden? 

Ja, ein Riesling von Maximin Grünhäuser, wohl eine Auslese, ein Süßwein. Den habe ich als junger Mann getrunken. Ich fand ihn umwerfend, ein echtes Erlebnis.  Das würde ich heute nicht mehr trinken, wäre mir zu süß. 

Mit wem würden Sie gerne mal ein Glas Wein trinken?

Mit netten Menschen. Das muss kein Prominenter sein.

Was ist für Sie ein  perfekter Wein? 

Er muss würzig sein, und vor allem trocken. Wobei trocken bei einem Getränk ja wirklich sehr komisch klingt. Vor allem aber muss der Wein schmecken. 

Foto: Christian Modla

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