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Slowenien Hopp und Top

IMG_0141Bei einem Kurztrip nach Slowenien gab es auch Gelegenheit, dortige Weine kennenzulernen. Das Land hat eine lange Weinbau-Tradition und gute Bedingungen, doch scheint das Potenzial nicht überall ausgeschöpft. Aufgrund des hohen Weinkonsums in Slowenien selbst ist ein Großteil der Produktion lediglich Tafelwein. So haben die meisten in drei Tagen vor Ort probierten Tropfen auch nicht unbedingt überzeugt.
Chardonnay, der kaum als solcher erkennbar war, Weißwein, der geharzt wirkte, belangloser, stark säurehaltiger Rotwein – richtiger Genuss war das alles nicht. Zugegeben, zum Essen, einem gebratenen Fisch an Bord eines Schiffes etwa oder lokalen Spezialitäten vom Buffet, schlug sich ein Malvazija der früheren Groß-Genossenschaft Vinakoper (jetzt in Privatbesitz) durchaus passabel. Und ein Refošk (Refosco) – die meist angebaute rote Rebsorte in Slowenien – ist unbedingt zu probieren. Aber das reichte dann auch.

Aufgefallen sind die Sekte von Janez Istenic. Ein Schaumweinspezialist mit einer breiten Palette an Sekten für alle Geschmäcker und Geldbeutel. Sein „Barbara“ aus Chardonnay, Plavay und Welschriesling war Klasse, der halbtrockene  „Princesse“ ein echter Frauenversteher.

Slowenien hat durchaus einen guten Ruf. Die Auslesen aus dem Gebiet um Jerusalem sind berühmt. Auch gibt es, folgt man diversen Foren, etliche Geheimtipps. Beim jüngsten Kurztripp waren jedoch keine dabei.

Zur Ehrenrettung des slowenischen Weinbaus hier aber noch drei Weine, die in der Vergangenheit mehr als positiv aufgefallen und jederzeit eine Empfehlung  sind:

  • Das weiße Cuvée „Pod Stolpom“ (= pures Vergnügen) von Conrad Fürst & Söhne aus Ptuj im slowenischen Teil der Steiermark
  • „Pavó Rdecé“, ein hervorragendes rotes Cuvée von Dusan und Marko Kristančič aus Dobrovo, ging in einer Blindverkostung als Spitzen-St. Emilion durch
  • der Weltklasse Cabernet Sauvignon von Movia, auch in Dobrovo, direkt an der italienischen Grenze, der Inhaber und Kellermeister heißt Aleš Kristančič

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