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Sauvignon schmeckt nicht immer nach Sauvignon | Sauvignon Blanc Tasting

Sauvignon1War das ein spannender Abend: 11 Sauvignon Blancs im Blind-Test, zwischendrin in „U-Boot“, ein „gewöhnlicher“ Grauburgunder aus Rheinhessen. Bewusst wurden alle Sauvignons in einer Preisklasse (zwischen 7 und 13 Euro) ausgewählt, um Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Die Weine hatten die gleiche Temperatur, bei der Reihenfolge galt das Zufallsprinzip. „Blind“ bedeutet, dass die neun Tester nicht wussten, welcher Wein im Glas war. Das Prinzip ermöglicht größtmögliche Fairness und bewerten ohne Vorurteile. Das Erkennen eines Weines war nahezu unmöglich. Weil nicht immer Sauvignon drin ist, wo Sauvignon draufsteht. Die Erkenntnisse des Tastings:

Die sortentypischen Aromen waren nur bei fünf Weinen deutlich ausgeprägt und erkennbar, bei denen aus der Steiermark, dem Friaul, dem Pfälzer, dem Schweizer und beim Neuseeländer. Doch die präsentierten sich sehr unterschiedlich, ohnehin spaltet Sauvignon die Geister.

Generell gingen die Meinungen weit auseinander – bis auf zwei Ausnahmen. Den Siegerwein – Sauvignon Blanc vom Weingut von Winning aus der Pfalz – belegte bei acht von neun Teilnehmern Rang eins. Der Letztplatzierte – der Chilene – war auch bei allen (!) das Schlusslicht.

Überraschend belegten die drei Weine aus Übersee die drei letzten Plätze. Ist der Geschmack schon europäisiert? Aber wie gesagt – die Meinungen gingen weit auseinander.

Die vermeintlichen Außenseiter sind als solche nicht aufgefallen. Alle waren sich einig: Ohne Blindverkostung hätte der Tscheche schlechter abgeschnitten. Der Grauburgunder wurde nicht erkannt und hat sich im Mittelfeld eingereiht. In Klammern hinter der Gesamt-Platzierung die Reihenfolge des Weinbeobachters.

Hier nun das Ranking der Verkostung im Durchschnitt aller Teilnehmer. Gewertet wurde im 20-er Punktesystem nach Johnson. In Klammern die Platzierung des Weinbeobachters.

1. (1.) Sauvignon Blanc 2011 – Weingut von Winning, Deidesheim – Deutschland/Pfalz

2. (3.) Sauvignon Blanc Kranachberg 2011 – Peter Skoff, Gamlitz – Österreich/Steiermark

3. (6.) Touraine Sauvignon 2012 – Vigneron des Coteaux Romanais, St-Romain-sur-Cher – Frankreich/Loire

4. (6.) Sauvignon Blanc 2012 –  Chateau de Millet, Éauze – Frankreich/Côtes de Gascogne

5. (10.) Sauvignon 2011 – Vino Hort, Dobsice – Tschechien

6. (2.) Le Savant Sauvignon Gris 2009 – La Cave de Genève –  Schweiz

7. (3.) Sauvignon 2011 – Oscar Sturm – Italien/Friaul

8. (8.) Grauburgunder 2011 – Weinschule Hemmes, Bingen-Kempten – Deutschland/Rheinhessen

8. (11.) Sauvignon Blanc Gröster Steinberg 2011 – Rudolf Türkind, Gröst – Deutschland/Saale-Unstrut

10. (3.) Dog Point Sauvignon Blanc 2009 – Dog Point Vineyards, Marlborough – Neuseeland

11. (8.) Sauvignon Blanc Danie de Wet 2012 – Robertson Wine – Südafrika

12. (12.) Sauvignon Blanc Vineyard Selection 2011 – Vinedos Terranoble – Chile/Maule Valley

1 Kommentare

  1. Christian sagt

    na da sind „unsere“ Weine ja verdammt gut weg gekommen 🙂

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