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Generation Riesling

„Generation Riesling“ nennt sich eine 2005 gegründete Initiative des deutschen Weininstituts (DWI), um jungen deutschen Winzern eine  Plattform zu bieten. Wer dabei sein will, darf nicht älter als 35 sein. Riesling steht zwar im Vordergrund – weil es die bekannteste deutsche Rebsorte ist -, aber die beteiligten Winzer können freilich auch andere Weine aus ihrem Gut präsentieren. Bei einem Event in Berlin hat sich die zweiköpfige Weinbeobacher-Delegation im wesentlichen auf die Rieslinge, aber nicht nur, konzentriert.
So spannend und differenziert wie die Weine waren auch die Geschichten der Jungwinzer. „Ich wollte alles werden, bloß net Winzer“, erzählte Sabrina Roth vom Weingut Roth im württembergischen Happenbach. Nun, sie eben doch ist Winzerin geworden, führt jetzt erfolgreich das seit 1867 existierende Familiengut. Na klar habe es auch  Meinungsverschiedenheiten mit dem Vater gegeben. Das Weingut Closheim in Langenlonsheim an der Nahe hat das Generationen-Problem anders gelöst. Teilung, lautete das Zauberwort. Vater Conrad Closheim macht seinen eigenen Wein, Tochter Anette Closheim darf ihre Ideen verwirklichen und vermarktet ihren Wein unter eigenem Label. Das mit Erfolg: 2009 errang sie als erste Winzerin die Weinwelt-Auszeichnung „Riesling-Entdeckung des Jahres“, ihr Sauvignon Blanc  wurde auf dem Dresdner Opernball serviert. Dritte Geschichte. Auf dem Weingut Karlheinz Schneider & Sohn (Nahe) arbeiten drei Generationen zusammen. „Opa Karlheinz, der 80 ist, mein Vater Bernd und ich“, erzählt Andi Schneider. Das funktioniert? „Das funktioniert.“
Fazit: Um die Zukunft des deutschen  Rieslings müssen wir uns nicht sorgen und es gibt mehrere Wege, verschiedene Generationen im eigenen Weingut bei Laune zu halten.

 

Diese Weine (Preisangaben von den Winzern) haben den Weinbeobachtern am besten gefallen:
  • Weingut Axel Pauly (Mosel)
    „2011 Riesling – purist“ ; 5 -10 €
    „2011 Riesling – Lieserer-Niederberg-Helden – Helden“
  • Weingut Closheim (Nahe)
    „2011 Riesling – Löhrer Berg – anetteclosheim“; um 10 €
    „2011 Sauvignon Blanc – anetteclosheim“; um 10 €
  • Weingut Karlheinz Schneider & Sohn (Nahe)
    „2011 Riesling – Sobernheimer Marbach“; 10 – 15 €
    „2011 Riesling – Sobernheimer Domberg“; 10 – 15 €
  • Bio-Weingut Rieger (Baden)
    „2010 Gutedel trocken“ 5 -10 €
    „2011 Muskateller trocken“  5 -10 € 
  • Weingut Zähringer (Baden)
    „2010 Grauburgunder – Heitersheimer Sonnhohle – Selektion Zähringer“; 10 – 15 €
  • Weingut H. Bader (Württemberg)
    „2011 Riesling – Sommerhauch“ unter 5 €
    „2010 Riesling – Stettener Pulvermächer – Riesling alte „Y“ Reben“; 5 -10 €
  • Weingut Roth (Württemberg)
    „2011 Riesling trocken“
    „2011 Muskateller“; 5 -10 €
  • Weingut Erhart (Pfalz)
    „2011 Riesling“; unter 5 €
    „2011 Riesling – Leinsweiler Sonnenberg – alte Reben“; 5 -10 €
  • Weingut Grünewald (Nahe)
    „2011 Riesling – Münster-Sarmsheimer Kapellenberg – Edition Genesis“ (Spätlese trocken); 5 -10 €